Essener Sängerkreis

Pressemitteilung

Essen, 1. April 2011

„NRW steht zu seinen Chören“

Hohes Lob für die Chöre und ihren NRW-Verband: „Der kulturelle Reichtum unseres Landes wird durch das Engagement jedes einzelnen Ensembles oder Chores unendlich bereichert“, sagte Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) Sonntag, 27. März, vor dem Verbandstag in Essen. Beeindruckt von einer Live-Darbietung der Erkennungsmelodie zum Verbands-Projekt „Toni singt“ sagte die Ministerin auch: „Ich habe noch nie ein so herzliches Willkommen erlebt. Sie haben mir aus der Seele gesungen“.
Es war der erste Besuch eines Düsseldorfer Kabinettsmitglieds überhaupt in der Geschichte der Chor-Verbandstage. Als „besonders erfreulich“ bezeichnete die Ministerin das Engagement des größten NRW-Kulturverbandes (240.000 Mitglieder in 3200 Chören) vor allem in der musikalischen Frühförderung von Kindern. Dies geschehe „in herausragender Weise“ in den Projekten unter dem Titel „Toni singt“. Schäfer wörtlich: „Das ist ein absolut wertvolles Projekt“.

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In den vergangenen vier Jahren habe NRW die Laienmusik, darunter den ChorVerband als größte Einheit, mit insgesamt vier Millionen Euro gefördert. Sie sagte zu, die noch offenen Fragen der künftigen Finanzunterstützung durch das Land gemeinsam mit den Verbänden der Laienmusik anzugehen: „Ich sehe Licht am Ende des Tunnels“. Zuvor hatte Prof. Werner Lohmann, Vorsitzender des Landesmusikrats, zumindest für das laufende Jahr Entwarnung gegeben: Er rechne damit, dass die Fördermittel 2011 in der bisherigen Höhe gesichert seien. Und: „Es stehen weitere Mittel für besondere Projekte zur Verfügung“.
Verbandspräsident Hermann Otto dankte für „die Wertschätzung, die in der Landespolitik für die Arbeit der Chöre besteht“. Die Unterstützung der Laienmusik sei längst „zur gemeinsamen Sache einer ganz großen Koalition“ geworden. Otto weiter: „Natürlich wissen wir, dass der Haushalt keine Füllhörner bereit stellt, aus denen Sie sich eben mal bedienen könnten. Aber vielleicht können wir heute gemeinsam die Tür ein Stück weit in die richtige Richtung öffnen“. Vom Besuch der Ministerin auf dem ChorVerbandstag werde eine Botschaft ausgehen: „NRW steht zu seinen Chören“.

Für den Deutschen Chorverband sprach dessen Präsident Dr. Henning Scherf (Bremen) zu den Delegierten. Er nannte den CV NRW eine Stütze des Chorlebens in Deutschland und stellte als gemeinsames Großprojekt die erste deutsche Chormesse chor.com in Dortmund vor. Sie solle helfen, „Dortmund zur Chorhauptstadt in Deutschland zu machen“. Dort kämen im September 80 der berühmtesten Chorleiter der Welt zur Arbeit in Seminaren und bei öffentlichen Auftritten zusammen. Dortmunds Kindergärten würden ebenso einbezogen wie die Fans des BVB Borussia Dortmund. Sie werden in der eigenen Arena „richtig singen“, kündigte Scherf an.

Nach den Grußworten wählte der Verband sein Präsidium neu. Ohne Gegenkandidat wurde der bisherige Präsident Hermann Ottomit überwältigender Mehrheit für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso wie die meisten übrigen Präsidialen. „Wir singen zwar vielstimmig. Aber wenn wir über unsere eigene Sache sprechen, dann reden wir mit einer Stimme“, sagte der alte und neue Präsident Otto.
Der aus Altersgründen ausgeschiedene Schatzmeister Werner Middendorf (Emsdetten) wurde von den Delegierten einstimmig zum „Ehrenschatzmeister“ mit Sitz im Präsidium gewählt. Sein Nachfolger im Amt ist nun der bisherige Schriftführer Michael Gornig (Heinsberg).

Das neue Präsidium des ChorVerbandes im Überblick: Hermann Otto (CV Siegerland), Präsident; Marliese Brinkmann (SK Moers), Bernd Hubert (SK Neuss), Christoph Krekeler (CV Dortmund), Vizepräsidenten; Michael Gornig (SK Heinsberg), Schatzmeister; Michael Schmoll (CV Nordost-Westfalen), Landes-Chorleiter; Karin Hoffmann (SK Wattenscheid), Beauftragte für Frauen im ChorVerband; Claudia Rübben-Laux (SK Rhein-Wupper Leverkusen), stellv. Landes-Chorleiterin; Burkhard Kneller (Kreis-Chorverband Ennepe-Ruhr Nord), Dr. Martin Sabel (Lippischer Sängerbund), Klaus Springenberg (Essener Sängerkreis), Beisitzer; Wilfried Leisten (ChorVerband Städte-Region Aachen), Hartmut Roestel (Lippischer Sängerbund), Rechnungsprüfer.

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